Flow Admin Center veraltet – Power Platform Admin Center rocks! (und Datenrichtlinien)

Nachdem innerhalb von Power Apps mittlerweile direkt auf das Power Platform Admin Center verwiesen wird, wenn man in Power Apps unter Einstellungen auf „Admin Center“ klickt, findet man aktuell die Vorbereitungen im Flow Admin Center für das Gleiche. Das Power Automate Admin Center ist erreichbar über https://admin.flow.microsoft.com. Dort erscheint seit einigen Tagen die Meldung, dass das Flow Admin Center Ende Juni als veraltet markiert wird und das man das Power Platform Admin Center (https://admin.powerplatform.microsoft.com/) verwenden soll:

Nachfolgend ein kleiner Rundflug über das Power Platform Admin Center mit dem Blick auf Power Automate darin.

Umgebungen

Im Power Platform Admin Center findet man im Menü zunächst den Punkt „Umgebungen“ und sieht dort die im Tenant vorhandenen Umgebungen, auf denen man berechtigt ist. In meinem Fall ist das nur die Standard / Default Umgebung:

Klickt man die Umgebung direkt an, kommt man auf die Details Seite der Umgebung:

Wir sehen 4 Bereiche:

  • Details – Interessant sind hier die Umgebungs-URL, der Zustand, die Region und die Sicherheitsgruppe. Über „Alle anzeigen“ bekommt man rechts im Browser ein PopOut mit weiteren Informationen. Mit „Bearbeiten“ kann man den Namen, die URL und die „Aktualisierungskadenz“ bearbeiten. Mit der Aktualisierungskadenz legt man fest, ob man „Häufig“ (mehrmals im Monat) oder „Mittel“ (mindestens einmal im Monat) Updates und neue Funktionen der Power Platform in seiner Umgebung haben möchte.
  • Version – Zeigt die aktuelle Datenbankversion.
  • Ressourcen – 4 Bereiche insgesamt und im Fokus dieses Blog Beitrags auch der Flow Bereich. Im Flow Bereich bekommt man eine Übersicht über alle Flows in der Umgebung mit ihrem Namen, dem Status (Aktiviert oder Deaktiviert), dem Besitzer und wann der Flow zuletzt geändert wurde. Die Spalten sind sortierbar und helfen damit gut dabei einen Überblick zu bekommen.

Analyse

Im Bereich „Analyse“ kann man sich Informationen zum Common Data Server, zu Power Automate und zu Power Apps anschauen. Im hier angeschauten Bereich „Power Automate“ findet man 6 Power BI Reporte zu Ausführungen (Pro Tag – letzte 28 Tage, pro Woche und pro Monat), Verwendung, Erstellt, Fehler, Freigegeben und Verbinder (Connectors). Die Berichte schauen wir uns in einem nachfolgenden Blog Post genauer an. Hier sei zunächst darauf hingewiesen, dass der Fehlerbereich häufiger anzuschauen ist, um festzustellen, was in der Umgebung schief läuft.

Ressourcen, Hilfe + Support, Datenintegration, Daten-Gateways (Vorschau)

In diesen Bereichen gibt es nichts Power Automate spezifisches.

Datenrichtlinien

Dies ist ein sehr interessanter Bereich! Hier kann man Richtlinien für Konnektoren in der Organisation erstellen und verwalten. Die Erstellung einer Richtlinie besteht aus 4 Schritten:

1. Richtlinie benennen – hier „Microsoft Connectoren“

2. Konnektoren zuweisen – In diesem Schritt sieht man alle verfügbaren Konnektoren (362 aktuell – WOW!!!) und kann diese in drei Kategorieren aufteilen: 1. Geschäftlich, 2. Nicht-geschäftlich (der Standardbereich) und 3. Blockiert. Markiert man hier einen Connector, kann man diesen zwischen den Kategorien verschieben, wobei manche Konnektoren nicht blockierbar sind. Was bedeuten die Kategorien? Konnektoren in der Geschäftlichen Kategorie sind für geschäftskritische Daten vorgesehen und können keine Daten mit Konnektoren in anderen Kategorien austauschen. In meinem Beispiel habe ich den Microsoft Teams und den Planner Konnektor in die geschäftliche Kategorie verschoben, so dass diese beiden Konnektoren miteinander Daten austauschen können, aber andere Konnektoren können diese Daten nicht erhalten:

Blockiert habe ich den „Microsoft 365 message center“ Konnektor (nur als Beispiel).

3. Umfang definieren – Im dritten Schritt kann man festlegen, ob man diese Richtlinie auf alle Umgebungen anwenden möchte, auf mehre Umgebungen oder nur auf eine bestimmte.

Wählt man nicht „Alle Umgebungen hinzufügen“ aus, erhält man einen Zwischenschritt zur Umgebungsauswahl bzw. -abwahl:

4. Überprüfung – Im letzten Schritt sieht man eine kurze Übersicht und kann die Richtlinie erstellen.

Nutze man in einem Flow einen blockierten Konnektor, so kann man ihn noch in den Flow einfügen, aber man erhält beim Abspeichern eine Fehlermeldung:

Man erhält ebenfalls eine Fehlermeldung, wenn man von einem geschäftlich markierten Konnektor Daten über einen nicht-geschäftlichen Konnektor versenden möchte:

In diesem Beispiel werden die Nachrichten eines Teams Kanals abgerufen und sollen per Mail versendet werden, was nach der Richtlinie nicht erlaubt ist. Wird die Richtlinie gelöscht, ist der Flow abspeicherbar.

Admin Center

Im Bereich Admin Center erhält man Links auf das Dynamics 365

, das Power Apps (https://admin.powerapps.com/)

, das Power Automate (https://admin.flow.microsoft.com/)

und das Power BI Admin Center (https://app.powerbi.com/admin-portal)

, wobei ich hier denke, dass sich das in den nächsten Wochen erledigt hat, da man ja zumindest vom Power Apps und Power Automate Admin Center wieder auf das Power Platform Admin Center umgeleitet wird.